DER KOGRABEN - NEUER SCHUTZ FÜR HAITHABU?

Kograben

Der „Kograben“ gehört zum Wallsystem des Danewerks. Er besteht aus einem Erdwall und einem Graben. Schnurgerade verläuft er zwischen dem Selker Noor nahe der wikingerzeitlichen Handelsstadt Haithabu und der Flussniederung der Rheider Au. Die Erbauer des Danewerks bezogen nämlich natürliche Hindernisse wie Flüsse, Sümpfe oder Seen geschickt mit ein. Der Kograben wurde erst Ende des 10. Jh. südlich der bestehenden Abschnitte des Danewerks angelegt. Harald Blauzahn war damals König von Dänemark in Jelling. Nach Auseinandersetzungen zwischen Dänemark und dem ostfränkischen Reich ließ er den Kograben bauen. Damit rückt Haithabu als wichtige Handelsstadt von der vorderen Verteidigungslinie weiter ins geschützte Hinterland. Der Kograben besteht aus einem Wall mit einer Palisadenfront und einem Spitzgraben. Diese Konstruktion ähnelt den dänischen Ringburgen. Harald Blauzahn errichtete sie etwa gleichzeitig überall in Dänemark. Die Burgen sind nach der Trelleborg auf Seeland benannt.

Rekonstruktion Erdwall

Rekonstruktion Erdwall


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