Der Kreis Schleswig-Flensburg macht die Besucherströme am Welterbe Haithabu und Danewerk künftig sichtbar: Mit digitalen Sensoren im Freigelände und auf Parkplätzen werden Bewegungen und Auslastungen erstmals systematisch erfasst.
Ziel ist es, das international bedeutende Kulturerbe der UNESCO nachhaltig zu schützen und zeitgleich das Besuchserlebnis vor Ort gezielt zu verbessern. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist es notwendig, die Nutzung der Flächen künftig kleinteilig zu erfassen und besser zu verstehen. Im ersten Schritt werden Daten gesammelt und Informationen über Besucherströme und Auslastungen sowohl der Parkplatzflächen, als auch der Wanderwege erfasst. „Nur wenn wir wissen, wie sich Besucherinnen und Besucher vor Ort bewegen, können wir Angebote sinnvoll steuern und sensible Bereiche dauerhaft schützen“, heißt es aus dem Projektmanagement Welterbe.
Zum Einsatz kommen unterschiedliche Messsysteme, die jeweils auf die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen Standorte abgestimmt sind, wie etwa optische Sensoren und akkubetriebene Lasersensoren. Gemeinsam mit dem beauftragten Unternehmen EBERO FAB sowie in enger Abstimmung mit den Gemeinden Dannewerk und Busdorf, dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein, dem Danevirke Museum und der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen hat der Kreis Schleswig-Flensburg die örtlichen Bedingungen analysiert und passgenaue Lösungsansätze entwickelt. Selbstverständlich lassen sich dabei keinerlei zuordenbare Rückschlüsse auf die individuellen Bewegungsmuster der Besucher ableiten.
Die erhobenen Daten bündelt, wertet und bereitet der Kreis Schleswig-Flensburg künftig auf einer von der „Digitalagentur Smarte Grenzregion“ bereitgestellten Plattform anschaulich auf. So lassen sich Besucherströme transparent darstellen und gezielt für die weitere Planung nutzen. Eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Vorstellung der Plattform, des methodischen Vorgehens sowie der geplanten Anwendungsmöglichkeiten ist bereits in Vorbereitung und soll den Menschen vor Ort den direkten Nutzen der durch die Smarte Grenzregion vorangetriebenen digitalen Anwendungen aufzeigen.
