Der Archäologische Park
Der Archäologische Park liegt in der Gemeinde Dannewerk, direkt am Ochsenweg. Er umfasst große Teile des Hauptwalls des Danewerks mit dem Tor zum Norden, der Feldsteinmauer, der offenen Ruine der Waldemarsmauer und der rekonstruierten Schanze 14 von 1864. Highlight des Archäologischen Parks ist die Waldemarsmauer. Hierbei handelt es sich um eines der ältesten Ziegelsteinbauwerke Nordeuropas. Anhand der offenen Ruine kann dieses einzigartige Bauwerk auf einer Länge von 70 m der ca. 4 km langen Mauer betrachtet werden und macht den Archäologischen Park zu einem der am meisten besuchten Ziele im Welterbe Haithabu und Danewerk.
Neubau des Danevirke Museums
Parallel zur Inwertsetzung des Archäologischen Parks wird das nahe gelegene Danevirke Museum in Dannewerk neu gebaut. Auf der Website des Museums finden Sie alle Informationen rund um die Modernisierung.
Rückblick zur Inwertsetzung
2018: Eintragung von Haithabu und Danewerk als UNESCO-Welterbe
2019-2021: Umfangreiche Sanierung des ca. 70m langen, offenen Mauerabschnitts der Waldemarsmauer im Archäologischen Park in Dannewerk. Projektträger ist der Kreis Schleswig-Flensburg mit Unterstützung einer breiten Expertenbeteiligung vor Ort. Gefördert wurde das Projekt durch Landesmittel (IMPULS 2030).
2020-2021: Erarbeitung des Besucherlenkungskonzepts für den Umgebungsbereich der Waldemarsmauer im Archäologischen Park durch das Architekturbüro C. F. Møller Architects und dem Kreis Schleswig-Flensburg als Projektträger. Gefördert wurde das Projekt durch Landesmittel (IMPULS 2030).
2021-2022: Erarbeitung des Freiraumkonzepts der Gemeinde Dannewerk parallel zum Besucherlenkungskonzept durch das Architekturbüro C. F. Møller Architects und der Gemeinde Dannewerk als Projektträger. Projektunterstützung durch den Kreis Schleswig-Flensburg (Förderung und Projektmanagement) sowie AktivRegion Schlei-Ostsee (LEADER-Förderung) und Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein (Förderung).
2022-2024: Erstellung der Entwurf- und Genehmigungsplanung sowie einer Machbarkeitsstudie durch den Kreis Schleswig-Flensburg (Projektträger) mit Förderung durch die AktivRegion Schlei-Ostsee (LEADER-Förderung).
Bildgalerie zur Inwertsetzung des Archäologischen Parks
Übergabe Förderbescheide - Beginn der Ausführungsphase
Nach mehrjähriger Planung und Vorbereitung war es soweit: Am 12. August fand im Archäologischen Park in Dannewerk die feierliche Übergabe der Zuwendungsbescheide für das Projekt „Freiraumgestaltung, Besucherlenkung und -information im Archäologischen Park - Welterbe Haithabu und Danewerk“ statt. Überreicht wurden diese durch die Ministerin Karin Prien und Minister Werner Schwarz an den Kreis Schleswig-Flensburg als Projektträger.
Hier finden Sie die Pressemitteilung.

Minister Werner Schwarz (links) und Ministerin Karin Prien (rechts) übergeben den Förderbescheid der EU-Fördermittel an Kreispräsident Walter Behrens (Mitte). Foto: Kreis Schleswig-Flensburg
Aktuelle Bau-Updates
Die umfangreichen Bauarbeiten am Archäologischen Park Dannewerk und am angrenzenden Parkplatz schreiten weiterhin sichtbar vorn. Der erweiterte und neu gestaltete Parkplatz wurde termingerecht im Dezember 2025 freigegeben und an die Gemeinde übergeben. Im Herbst wurde zudem die Anlage der neuen wassergebundenen Wege sowie eines neuen Bohlenwegabschnittes fertiggestellt. Im Frühjahr 2026 konnten die neuen Treppenanlagen und Corteenstahlwegeroste erfolgreich auf dem Hauptwall zwischen Tor zum Norden und Waldemarsmauer verlegt werden. Aktuell wird die Fertigung der neuen Aussichtsplattform sowie Brücke vorbereitet. Der Einbau erfolgt voraussichtlich im Spätsommer 2026. Die neue begehbare Plattform über die Waldemarsmauer wird ein Hightlight sein, welches Besucherinnen und Besuchern eine authentische Aussicht in rund fünf Metern Höhe ermöglicht.
Die Eröffnung des Parks ist für Herbst 2026 vorgesehen. In Zusammenarbeit mit dem in Bau befindlichen Danevirke-Museum entsteht ein neues Highlight am UNESCO-Welterbe Haithabu und Danewerk.
Eckdaten Projektträger und Förderung
- Projektträger: Kreis Schleswig-Flensburg
- Projektzeitraum: August 2024 – Dezember 2026
- Gesamtkosten: ca. 2,6 Mio. Euro
- Eigenmittel des Kreises: ca. 748 TEUR
- Förderung:
- EU-Mittel, Integrierte ländliche Entwicklung (ILE), verwaltet seitens des LLnL: ca. 1,1 Mio. Euro
- Bundesmittel Investitionen für nationale Kultureinrichtungen (INK), Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, verwaltet seitens des MBWFK SH: ca. 642 TEUR
- Landesmittel, Infrastrukturmodernisierungsprogramm SH (IMPULS2030), verwaltet seitens des MBWFK SH: 150 TEUR
- Kommunale Mittel, Gemeinde Dannewerk (für nicht förderfähige Kosten): 15 TEUR
Ziele und Wirkungen des Projekts
Mit Umsetzung des Projekts sollen unter anderem folgende Ziele und Wirkungen verfolgt werden:
- Das Danewerk schützen, erhalten und vermitteln.
- Die Erlebbarkeit des Archäologischen Parks verbessern.
- Den nachhaltigen Kultur- und Naturtourismus stärken.
- Barrierearmen Zugang zum Denkmal ermöglichen.
- Einen attraktiver Ankunftsort mit Besucherinfrastruktur gestalten.
- Naturschutzes und Nachhaltigkeit fördern.
- Die Bekanntheit des Welterbes steigern.
Elemente der Freiraumgestaltung
Das Projekt teilt sich grundsätzlich in zwei große Teilbereiche: Parkplatz und Archäologischer Park.
Das neue Besucherlenkungskonzept für den Archäologischen Park führt den Besucher erstmals über die dort vorhandenen Wallanlagen und visualisiert die Vergangenheit. Dies soll im Rahmen des Projekts durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
- Neuer Rundweg mittels aufgesetzter Kortenstahlelemente über die Wallanlagen (nicht barrierefrei)
- "Schwebende" Plattform über die Waldemarsmauer bis auf Höhe der historischen Waldemarsmauer
- Neue und verbesserte Sitz- und Rastmöglichkeiten
- Aufwertung bestehender Wege (barrierearm)
- Vermittlungskonzept: Chronologische Erschließung des Parks mit Infotafeln zu Kultur und Natur sowie Fenster in die Vergangenheit
Die Neugestaltung und Erweiterung des bestehenden Parkplatzes der Gemeinde, gegenüber des Danevirke Museums, soll diesen zu einen attraktiven Ankunftsbereich mit erweiterter Kapazität umwandeln. Hierfür sind u.a. folgende Maßnahmen geplant:
- Qualitativ hochwertiger neuer Belag, Ausstattungs- und Beleuchtungselemente
- Neu gestaltete Stellflächen für über 50 PKW (davon 3 barrierefrei), 3 Wohnmobile, 3 touristische Busse sowie 24 (Fahr)Räder
- 15 dem Feuerwehrhaus zugeordnete PKW-Stellflächen
- Lehrrohrinfrastruktur für zukünftige E-Mobilität
Eine visuelle Übersicht über die einzelnen Elemente und einen ersten Eindruck wie der Archäologische Park einmal nach Fertigstellung des Projekts aussehen soll, erhalten Sie in folgendem Video.
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