Artenreiches Pflanzenwachstum am Welterbe
Unsere Natur wird immer artenärmer. Landwirtschaftliche Ackerflächen, Monokulturen und Intensivgrünland aber auch die Flächenversiegelung in den Siedlungsbereichen führen dazu, dass heimische Tier- und Pflanzen-Arten immer weiter verdrängt werden. Auch die Art und Weise wie der heimische Garten bepflanzt und gepflegt wird, wirkt sich darauf aus. Kurze, gedüngte Rasen mit wenig Grasarten sowie schön blühende aber oft nicht standorttypische, teilweise sogar exotische, Pflanzen dominieren viele Gärten. Das sieht natürlich sehr schön aus, verhindert aber häufig, dass in Wohngebieten unsere heimischen Pflanzen Fuß fassen können. Darüber hinaus wachsen viele handelsüblichen, nicht-heimischen, Blühmischungen nur ein Jahr gut, gehen im Winter ein und liefern meist nur Lebens- und Nahrungsgrundlage für Alleskönner wie Honigbienen und Hummeln.
Am Danewerk sieht es hingegen anders aus. Bereits seit der Zeit der Wikinger wird das Danewerk nur sehr wenig wirtschaftlich genutzt z.B. für die Schafbeweidung oder zur Holzgewinnung. Heute stehen Haithabu und Danewerk zusätzlich unter Naturschutz und werden gezielt gepflegt. So konnten sich die für unsere offene Kulturlandschaft typische Artenvielfalt über viele Jahre natürlich entwickeln und erhalten werden. Spezielle heimische Pflanzenmischungen, wie zum Beispiel Regiosaatgut, können dieses natürliche Artenreichtum abbilden. Sie wachsen über viele Jahre und bieten Wohnraum und Nahrung für viele verschiedene Arten.
FAQ zum Saatgutbeutel
Weil die Wallanlagen des Danewerks über viele Jahrhunderte nur wenig landwirtschaftlich genutzt wurden und seit 1950 zusätzlich unter Naturschutz stehen, hat sich die Natur hier besonders artenreich entwickelt und ist vermutlich zu großen Teilen auch noch die gleiche wie zu Zeiten der Wikinger. Die vorkommenden Arten sind gut an die sauren und nährstoffarmen Bodenverhältnisse am Danewerk und den umliegenden Biotopen angepasst und haben sich in der Region über viele Jahre hinweg etabliert. Unter anderem deshalb, aber auch weil nur noch gebietsheimische Arten in der freien Natur ausgebracht werden dürfen, ist eine Neu- oder Nachsaat am Welterbe nur mit zertifiziertes Regiosaatgut, welches an die Arten am Denkmal angepasst ist, möglich Mit dem hier enthaltenen Saatgut erhalten Sie somit eine Wildpflanzenmischung wie wir sie aktuell auch an vielen Stellen der Lebensräume am Danewerk zwischen Schanze 14 und Haithabu finden können oder bei Reparatursaaten selber verwenden. Die Saatgutmischung wurde durch Regiosaat-Anbauer in der Region angebaut. Dabei wurde so wenig wie möglich bei der Vermehrung in die genetischen und natürlichen Prozesse eingegriffen. Somit enthält die Samenmischung eine ähnliche genetische Vielfalt wie die Natur am Welterbe. Die genaue Artenliste können Sie hiernachlesen.
Gerne können Sie die Saatgutmischung an einer passenden Stelle in ihrem Garten ansäen und sich somit ein bisschen heimische und Welterbe-Natur nach Hause holen. Eine Anleitung damit sich die Arten möglichst gut entfalten können, finden Sie hier
